Von Oban auf die Insel Mull
Schottlandreise 2011

Juli 7th, 2011 in Artikel von 0 Kommentare

Wer in der Nähe von Oban gastiert und sich für eine Reise auf die schottischen Inseln, die Inneren Hebriden interessiert, dem könnten diese Zeilen weiterhelfen. Die Inneren Hebriden sind eine Inselgruppe an der Nordwestküste Schottlands. Die meisten der Inneren Hebriden gehören zum Argyll & Bute Council, während die Insel Skye und kleine Nachbarinseln zum Highland Council gehören. Die Inneren Hebriden sind zu einer beliebten Ferienregion geworden. Besondere Anziehungspunkte sind die Inseln Mull, Skye, Iona, von der aus Schottland christianisiert wurde, und Staffa.

Wir haben diese kleine Überfahrt unternommen, wenn auch mit einer ungeplanten Verzögerung, die man aber hätte verhindern können. Zunächst sei gesagt, wer etwas erleben möchte, der wird vermutlich einen Mietwagen übers Internet buchen – Achtung: schnell können die gebuchten Schnäppchen durch Zusatzversicherungen und Zweitfahreraufschlag in die Höhe schnellen (Stichwort: Selbstbeteiligung! In unserem Fall 500 Pfund – egal ob Unfallverursacher oder nur Beteiligter, ein 2.Fahrer & 1. Tankfüllung kosten dann eben mal 182 Pfund extra – natürlich zuzüglich Steuer) ein Vergleich rechnet sich also – zurück zur Mull-Reise und der Fährenbuchung: die Überfahrt muss mindestens einen Tag im voraus gebucht werden, dies kann man bei der Reiseplanung übers Internet oder direkt in Oban. Nicht all zu kompliziert, die Mitarbeiter der Caledonian MacBrayne sind sehr hilfsbereit und freundlich, das Parken am Hafenareal gestaltet sich schon weitaus schwieriger, da die Hälfte der Parkplätze für die Angestellten der Bahn reserviert sind und somit gerade mal 18 Parkplätze zur Verfügung stehen, etwas dürftig für diesen stark frequentierten Spot. Na gut, wir haben einen Parkplatz gefunden und haben die Tickets gebucht: 2 Erwachsene 1 Auto 75,50 Pfund – wir sollen eine halbe Stunde vor Abfahrt da sein. Gesagt getan. Am nächsten Tag stehen wir jedoch auch noch 5 Minuten nach Abfahrt der Fähre im Stau – mitten in Oban. Klasse Sache! Als sich der Stau auflöst, macht sich der Ford Focus Sport Turbolader bezahlt (mein Tipp in Sachen Preis-Leistung: 64 Pfund = voller Tank = 1.030 Kilometer), naja, nur in Punkto Fahrspaß – die Fähre ist nun schon seit 10 Minuten – ohne uns – unterwegs nach Mull.

Süddeutsches Temperament macht sich breit und ich gehe in das Büro des Fährbetriebes – ich gebe dem Mitarbeiter zu verstehen, dass ich knapp eine Stunde in Oban (nur 300m Luftlinie) vom Hafen entfernt im Stau stand. Doch anstatt einer größeren Debatte, wie sie an jedem deutschen Schalter üblich gewesen wäre, versichert man mir, dass meine Tickets für die nächste Fähre gültig sind und bittet mich, einfach das Fahrzeug auf die Pole-Position zu stellen. Wunderbar. Das nenne ich Service. Wir haben die 2 Stunden Wartezeit dafür genützt die Preise für unsere Verlosung einzukaufen.

Leider haben wir die Destillerie in Mull nicht rechtzeitig erreicht um an der letzten Führung teilzunehmen. Auch die anderen Tagestrips kann man nur mit der ersten Fähre wahrnehmen. Macht nichts. Darauf eine gute, frische Portion Fish’n'Chips – direkt am Hafen von Mull – ist ja schließlich Urlaub. Meine Empfehlung – wenn man Mull erleben will, sollte man 2-3 Tage einplanen und auf Mull nächtigen. Die Insel ist es wert.

Besuchen Sie die Webseite des Fährbetriebes Caledonian MacBrayne

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