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Haunted Edinburgh

Wie viele alte Städte hat auch Edinburgh eine gespenstische Seite. Kein Wunder, begegnen einem doch auf Schritt und Tritt alte geschichtsträchtige Gebäude und Plätze. Die Old Town ist gerade zu prädestiniert, die Heimstatt alter Seelen und Geister zu sein. Schon allein die sogenannten Closes, die rechts und links von der Royal Mile abgehen, sind nicht beängstigend, aber spannend. Zumal es darunter noch in die, einst belebte, Tiefe geht. The Real Mary Kings Close bietet eine Tour in die alte Mary Kings Close an, die nun unterirdisch liegt. Während der Pestepedemie wurde sie einfach zugemacht und viele der Pestopfer starben dort, alleingelassen und vergessen. Ganz klar, daß es dort spukt oder? Von der einstigen Southbridge und ihren 19 Brückenbögen sieht man heute nur noch einen, den Cowgate Arch. Es wurden auf der Brücke Geschäfts- und Miethäuser erbaut. Die Kammern der Southbridge, die sogenannten “Vaults”, wurden schon immer als Vorratslager usw. benutzt. Auch kleinere Handwerksbetriebe, Tavernen usw.fanden sich dort. Angeblich versteckten die beiden Killer Burke and Hare auch ihre Leichen dort, bevor sie sie an die Medizin verkauften. Die Feuchtigkeit und zunehmend schlechtere Luftqualität veranlasste aber Betriebe und Geschäfte wegzuziehen, und somit zogen die Armen ein. Niemand hatte geglaubt, daß dort Menschen gelebt haben. Irgendwann schloss man die Vaults, bis sie in den 80ger Jahren, nach 200 Jahren wieder entdeckt wurden. Man fand Spielzeug, Dinge des täglichen Lebens u.a. Auch in die Vaults kann man eine Tour machen, was echt ziemlich gruselig ist, es ist stockdunkel und kalt. Und man sieht nicht, wer hinter einem steht. Oder was hinter einem steht… Greyfriars Kirk soll auch ein haunted place sein, insbesondere das Covenanters Prison. Dort soll der MacKenzie Poltergeist umgehen. George”Bluidy(bloody)” MacKenzie schickte im 17. Jahrhundert 1200 Covenanters hier in den Tod und attackiert nun Menschen in diesen Gewölben. Es heißt, Menschen, die mit ihm in Kontakt kamen, wurden unerklärliche Verletzungen zugefügt, andere erzählten von seltsamen Empfindungen, während sie dort waren. Es gibt ebenfalls Touren, die Greyfriars Kirkyard miteinschließen, natürlich spät abends. Edinburgh Castle hat den Ruf, einer der am meisten heimgesuchten Orte Schottlands zu sein. Die Stadt hat eine verborgene Unterwelt, zu welcher das Castle eine starke Verbindung hat, im wahrsten Sinne des Wortes. Es gibt einige Geheimgänge, die die Festung mit der Royal Mile verbinden, von einem wird gesagt, er reiche sogar bis in den Palace of Holyrood. Als die Tunnel vor einigen Jahrhunderten entdeckt wurden, schickte man einen Dudelsackspieler hinunter, um sie zu erkunden. Damit man oben sein Weg verfolgen konnte, spielte er Dudelsack. Ungefähr auf der Hälfte der Royal Mile hörte man plötzlich nichts mehr. Ein Rettungstrupp wurde hinunter geschickt, doch man fand nie mehr eine Spur von dem Dudelsackspieler. Er ist einfach verschwunden. Manchmal, auf den Straßen oberhalb der Gänge oder im Castle, kann man ihn jedoch spielen hören.

Es kann sich aber jeder sein eigenes Bild machen auf den unzähligen Geistertouren, die angeboten werden, und wer weiß, vielleicht begegnet dem einen oder anderen ja tatsächlich ein Geist.
Haunted Edinburgh
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