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Halloween – ein durch und durch schottischer Brauch?

Ende Oktober ist es soweit, vielerorts sieht man sie wenn es dunkel wird, die herrlich gruseligen, handverzierten Kürbisfratzen. Doch was hat es eigentlich damit auf sich – diesem vermeintlich amerikanischen Brauch, der Mitte der 90er zu uns nach Deutschland “herüberschwappte”? Ursprung dieses Festes ist das keltische Samhain, welches zur Sommerwende stattfindet und nichts anderes als das Neujahrsfest der Hexen war und ist, der Tag an dem angenommen wird, dass die Menschen einen Zugang zu den Wesen der Anderen Welt haben und dieses Fest hat seine Ursprünge in Schottland ebenso wie in Irland. Hier kommen wir wieder zu den, zugegeben, mehr oder weniger gruseligen Kürbisfratzen – diese gehen auf folgende Legende zurück:

Vor langer Zeit lebte in Irland ein Hufschmied namens Jack. Am Abend vor Allerheiligen saß der geizige und trunksüchtige Jack in seinem Dorf in einer Kneipe, als plötzlich der Teufel neben ihm stand, um ihn zu holen. Jack bot ihm seine Seele an für einen letzten Drink. Der Teufel hatte nichts dagegen, ihm einen letzten Drink zu spendieren, stellte aber fest, dass er keine Münze zur Hand hatte. So verwandelte er sich selbst in eine Sixpence-Münze, um den Wirt zu bezahlen. Jack aber steckte die Münze schnell in seinen Geldbeutel und verschloss ihn fest. Und weil er im Geldbeutel ein silbernes Kreuz bei sich trug, konnte der Teufel sich nicht zurückverwandeln. Jack handelte mit dem Teufel: Er ließ ihn frei und der Teufel versprach, dass Jacks Seele noch zehn Jahre frei sein solle.

Als die zehn Jahre um waren, kam der Teufel abermals in der Nacht vor Allerheiligen zurück, um Jack zu holen. Dieser bat ihn erneut um einen letzten Gefallen: Seine Henkersmahlzeit solle ein Apfel sein, den der Teufel ihm pflücken solle. Der Teufel tat ihm den Gefallen und kletterte auf einen Apfelbaum. Jack zog blitzschnell sein Messer und schnitzte ein Kreuz in die Rinde des Baumes; der Teufel war auf dem Baum gefangen. Jack handelte abermals mit dem Teufel: Er entfernte das Kreuz, und der Teufel versprach, Jacks Seele bis in alle Ewigkeit in Ruhe zu lassen.

Nachdem Jack viele Jahre später starb, bat er im Himmel um Einlass. Da er in seinem Leben nicht gerade ein braver Mann gewesen war, wurde er abgewiesen. Er wurde zu den Höllentoren geschickt. Aber auch dort wurde ihm der Eintritt verwehrt, weil der Teufel ja sein Versprechen gegeben hatte, niemals Jacks Seele zu holen. Der Teufel schickte ihn zurück, woher er gekommen war – und weil es so dunkel, kalt und windig und der Weg so weit war, bekam der Teufel Mitleid und schenkte Jack eine glühende Kohle direkt aus dem Höllenfeuer. Jack steckte die Kohle in eine ausgehöhlte Rübe, die er als Wegzehrung mitgenommen hatte. Seitdem wandelt seine verdammte Seele mit der Laterne am Vorabend von Allerheiligen durch die Dunkelheit.

Was war zuerst da – Kürbis oder Rübe?
Anzunehmen ist, dass es sich bei der ersten Halloween-Laterne um eine Rübe handelte, denn die meisten Iren waren zu dieser Zeit arm wie Kirchenmäuse. Der Brauch siedelte mit den ersten irischen Auswanderern nach Amerika über und dem fruchtbaren Boden sei Dank, wich die geschnitzte Rübe bald dem leichter zu bearbeitenden und reichhaltiger verzierbaren Kürbissen.

Und damit wir keine  Hellowe’en Streiche erleben müssen, haben wir auch ein kleines Geschenk für unsere Leser – ein kleines Spiel zu Hellowe’en, welches die Wartezeit auf das Samhain-Fest verkürzen könnte.

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Viel Spaß!

Halloween – ein durch und durch schottischer Brauch?
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