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Glasgow School of Art

Die Glasgow School of Art ist eine 1845 (als Glasgow Government School of Design) in Glasgow gegründete Kunsthochschule. Das Gebäude wurde in den Jahren 1897–1909 nach Plänen des schottischen Jugendstil-Architekten Charles Rennie Mackintosh errichtet.

Charles Rennie Mackintosh (* 7. Juni 1868 in Glasgow; † 10. Dezember 1928 in London) war ein schottischer Architekt, Innenarchitekt, Kunsthandwerker, Designer, Grafiker und Maler. Zusammen mit seiner Frau Margaret MacDonald Mackintosh, deren Schwester Frances MacDonald McNair und James Herbert McNair war er Begründer der Gruppe “The Four”, die unter anderem auch entscheidenden Einfluss auf die Glasgow School ausübte. Er war einer der führenden Persönlichkeiten der Art Nouveau-Bewegung des ausgehenden 19. Jahrhunderts und gab dem modernen Design wichtige Impulse. Mackintosh gilt daher als einflussreicher Vorläufer der Modern Art.

Mackintosh studierte an der Kunstakademie seiner Geburtsstadt. Sein herausragendes Werk ist die 1896 begonnene Glasgow School of Art in der Renfrew-Street 167, deren rechteckiger Baukörper weitgehend streng, klar und scheinbar schmucklos gestaltet ist. 1907 bis 1909 wurde eine Bibliothek angebaut, die einschließlich des Mobiliars ebenfalls auf einem Entwurf Charles Rennie Mackintoshs beruht. Auch hier dominieren rechte Winkel und Geraden.
Einen Namen als Innenarchitekt machte sich Mackintosh außerdem mit seinen Art Nouveau-Entwürfen für die Teestuben-Kette Cranston, deren Realisation in den Willow Tearooms in Glasgow zu besichtigen ist. Das berühmte Hill House entstand zwischen 1902 und 1904 in Helensburgh nördlich von Glasgow. 1900 beteiligte sich Mackintosh mit seiner Frau an der Ausstellung der Wiener Secession, die ihn international bekannt machte.
Gemeinsam mit Mackay Hugh Baillie Scott entwarf er Serienmöbel und Gebrauchsgegenstände für den Möbelfabrikanten Karl Schmidt-Hellerau. Die Künstler wurden anteilig am Umsatz beteiligt und ihre Namen wurden in den Produktkatalogen der Deutsche Werkstätten Hellerau angegeben, was zu jener Zeit ein Novum war. 1903/1904 wurden ihre Arbeiten in der Ausstellung Heirat und Hausrat in Dresden gezeigt. In den späten 1970er Jahren wurde sein Atelier, das Mackintosh House in Glasgow, als Museum rekonstruiert.

Die Glasgow School war ein bedeutender Kreis von modernen Künstlern und Designern aus Glasgow in Schottland. Die Künstlergruppe, entstanden in den 1870er Jahren an der Glasgow School of Art, erreichte wesentliche Bedeutung und größten Einfluss von 1890 bis etwa 1910. Wichtige Untergruppen waren The Four, auch bekannt als die Spook School, die Glasgow Girls und die Glasgow Boys. Glasgow erlebte in dieser Zeit einen wirtschaftlichen Aufschwung, mit dem zeitgleich eine bedeutende Arts and Crafts- und Jugendstil-Bewegung einsetzte, vor allem in den Bereichen der Architektur, Innenarchitektur und Malerei

Zu den prominentesten Begründern des Glasgow School Kollektivs gehörten vier Künstler: der bekannte Architekt Charles Rennie Mackintosh, seine Ehefrau, die Malerin und Glaskünstlerin Margaret MacDonald Mackintosh, deren Schwester Frances MacDonald McNair und ihr Ehemann James Herbert McNair. Gemeinsam prägten sie im Arts and Crafts Movement den geometrischen Glasgow Style, eine synkretistische Mischung aus keltischer und japanischer Kunst, die in der Kunstszene auch auf dem Kontinent für Aufsehen sorgte. Die MacDonald-Schwestern, in England geboren und aufgewachsen, kamen mit ihren Eltern 1890 nach Glasgow, wo sie in den folgenden Jahren an der Glasgow School of Art studierten. Die beiden Männer hingegen waren in Glasgow aufgewachsen und besuchten zu dieser Zeit die Abendkurse an dieser Kunstschule. Unabhängig voneinander versuchten sich beide Paare in ähnlichen Stilen der Malerei und Dekoration.
Als der Direktor der Kunstschule die starke Affinität in Inhalt, Technik und Form der beiden Paare bemerkte, machte er sie miteinander bekannt. Bald bildeten die vier eine kreative Allianz und stellten ihre avantgardistische neue Kunst auf der Kunstausstellung der Studenten vor, wo sie großen Beifall ernteten. Von diesem Zeitpunkt an waren sie als The Four bekannt und erlangten großen Einfluss auf den Jugendstil. 1900 beteiligten sich Margaret MacDonald und Charles Rennie Mackintosh an der Ausstellung der Wiener Secession, die sie international bekannt machte. Durch ihre Arbeiten übten sie einen nachhaltigen Einfluss auf das Werk von Gustav Klimt und Josef Hoffmann aus.

Quelle: wikipedia.de
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