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Die Orkneys – (nicht) nur für Kreuzfahrer

Die Orkneys orcades keltisch /Orkn–eyjar = Seehundsinseln sind bekannt für Ihr herbmildes Klima und allemal eine Reise für den eingefleischten Schottland-Fan und Kreuzfahrer wert. Orkney hat ein kühl-gemäßigtes Klima, das bemerkenswert mild und gleichmäßig ist für ein Gebiet in solchen Breiten, ausgehend von dem Einfluss des Golfstroms. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 8 C°, die durchschnittliche Temperatur für Winter und Sommer jeweils 4 C° und 12 C°. Der jahresdurchschnittliche Regenfall variiert von 850 mm zu 940 mm. Der Wind ist ein Schlüsselmerkmal für das Klima und auch im Sommer lassen sich fast konstante Brisen wahrnehmen. Im Winter, weht der Wind häufig stark, mit einem jährlich erfassten Durchschnitt von 52 Stundenkilometern. Eine der Touristenattraktionen der Inseln sind die “nachtlosen” Sommer.
Am längsten Tag, steigt die Sonne um 03:00 auf und geht um 21:29 unter. Dieses lange Zwielicht ist auf den nördlichen Inseln als “simmer dim” bekannt. Die Winternächte dauern lang an (15.00 – 9.00 Uhr). Zu dieser Jahreszeit kann aurora borealis gelegentlich am nördlichen Horizont mit moderater Sonnenaktivität beobachtet werden.Von jeher gelten die Orkney-Bewohner als Bauern, die ein wenig Fischfang, die Shetlander als Fischer, die ein wenig Landwirtschaft betreiben. Neue Arbeitsplätze entstanden vor allem in der Verwaltung, der Ölindustrie und in der Touristik. Die Bewohnerzahl (etwas über 20.000) ist seit den zwanziger Jahren beinahe auf die Hälfte zurückgegangen. 1470 wurden die Orkneys vom Königreich Schottland annektiert und in die allgemeine Reichsverwaltung integriert. 1472 gingen die Orkneys vom Erzbistum Nidaros auf das Erzbistum St. Andrews über. Die Sprache der skandinavischen Herrscher wandelte sich allmählich zum Norn, einem Dialekt, der im 17. Jahrhundert ausstarb. Gleichwohl wurden lange Zeit noch die traditionellen Bindungen an Norwegen gepflegt.
Scapa Flow das kleines Binnenmeer im Süden des Archipels birgt zahlreiche Naturhäfen: Lyness / Hoy, Lyness und Flotta im Seegebiet unmittelbar östlich der Inseln Cava und Rysa Little. Scapa Bay im nordöstlichen Teil der Flow. Flotta mit dem heute zweitwichtigsten Landeplatz für die Rohölförderung aus den Erdölfeldern der Nordsee. Stromness, St. Margarete’s Hope und Burwick auf South Ronaldsay als heutige Fährhäfen zur Anbindung der Inselgruppe an das schottische Festland. Osmundswall, South Walls / Hoy, Hamnavoe früher wichtiger Landeplatz der Wikinger und unter anderem Handlungsort der Orkneyinga saga, Longhope, South Walls / Hoy als Sammelplatz der kontinentalen Walfänger der Grönlandfahrt, Hackness North und Hackness South, Sammelplatz der blockadebrechenden Konvois zur Zeit der Kontinentalsperre durch Napoleon. Stromness als port of last call (letzter zur Versorgung anzulaufender Heimathafen) der britischen Admiralität, insbesondere ihrer Expeditionsfahrten unter Drake, Bligh, Franklin u.a., als Stützpunkt und wohl wichtigster Rekrutierungsstandort der Hudson’s Bay Company oder als einer der wichtigsten Hafenstandorte verschiedener Fischerei-Booms vom 16. bis 19. Jahrhundert mit bis zu weit mehr als 10.000 Saisonarbeitern und -arbeiterinnen in den Verarbeitungsbetrieben an Land.
20 Inseln sind bewohnt. Papa Stronsay, als Klostersiedlung (Transalpine Redemptoristen) mit beschränktem Zugang für die Öffentlichkeit, eine weitere Insel ist in den letzten Jahren nur saisonal bewohnt. Die wichtigsten Städte sind Kirkwall als Verwaltungsort und Drehscheibe des gesamten Verkehrs mit ca. 7.000 Einwohnern und Stromness als einer der Fährhäfen vom/zum Festland mit etwa 2.000 Einwohnern; beide liegen auf Mainland. Die Bewohner der Orkneys werden Orkadier genannt. Amts- und Verkehrssprache auf den Inseln ist Englisch, weit verbreitete Umgangssprache ist das Orcadian, eine Variante des Insular Scots. In diesem Dialekt haben sich bis heute insbesondere im Vokabular, in der Aussprache, aber auch in der Grammatik Reste der zwischen 800 und 1700 n. Chr. verwendeten – doch im Verlauf des 18. Jahrhunderts erloschenen – skandinavischen Sprache Norn erhalten.
Wer nun Lust bekommen hat, die Orkneys von der See aus zu entdecken, der sollte hier die umfangreichen Angebote zum Thema Kreuzfahrten zu den britischen Inseln vergleichen.

Die Orkneys – (nicht) nur für Kreuzfahrer
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